24.03.2025

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Mehr Einsatzmöglichkeiten mit dem Flexible Virtualization Benefit.

Mehr Einsatzmöglichkeiten mit dem Flexible Virtualization Benefit

Im Oktober 2022 hat Microsoft mit dem „Flexible Virtualization Benefit“ eine Erweiterung der Outsourcing-Rechte für Kunden mit Abonnementlizenzen bzw. Lizenzen mit aktiver Software Assurance eingeführt. In unserem heutigen Blogbeitrag werfen wir einen Blick auf die Vorteile, die dieses Nutzungsrecht bietet, sowie die Lizenzierungsoptionen.

Was ist der Flexible Virtualization Benefit?

Mit der Einführung des Flexible Virtualization Benefit werden die Rechte zur Bereitstellung von Software auf den Servern von autorisierten Outsourcern erweitert, unabhängig davon, ob es sich um gemeinsam genutzte (Multi-tenant) oder dedizierte (Single-tenant) Server handelt.

Voraussetzung hierfür ist, dass der Kunde über Lizenzen mit einer aktiven Software Assurance oder Abonnementlizenzen verfügt. Diese Lizenzen können dann im Rahmen einer BYOL-LizenzierungMit Bring Your Own License können Benutzer bereits vorhandene lokale Softwarelizenzen in der Cloud nutzen. auf eine Cloud- oder Hosting-Plattform eines Drittanbieters „mitgenommen“ werden.

In den Produktbestimmungen von Microsoft wird dieses Recht wie folgt beschrieben:

„Kunden mit Abonnementlizenzen bzw. Lizenzen mit aktiver Software Assurance (inkl. CALs) dürfen lizenzierte Kopien der Software auf Geräten verwenden, einschließlich gemeinsam genutzter Server, die unter der täglichen Verwaltung und Kontrolle von Autorisierten Outsourcern stehen.“

Auch der Begriff autorisierte Outsourcer wurde von Microsoft entsprechend definiert:

„Autorisierter Outsourcer ist jeder Drittanbieter von Serviceleistungen, der kein Gelisteter Anbieter ist und keinen gelisteten Anbieter als Rechenzentrumsanbieter im Rahmen des Outsourcing-Dienstes nutzt.“

Derzeit umfasst die Liste der gelisteten Anbieter die Unternehmen Alibaba, Amazon, Google und Microsoft sowie deren Tochtergesellschaften.

Vereinfacht ausgedrückt ermöglicht der Flexible Virtualization Benefit die Mitnahme eigener Lizenzen zu jedem Drittanbieter mit Ausnahme der vier oben genannten.

Im Prinzip ähnelt dieses Nutzungsrecht anderen SA-Vorteilen wie der Lizenzmobilität durch SA sowie dem Azure Hybrid Benefit. Der Unterschied besteht jedoch darin, dass der Flexible Virtualization Benefit nicht auf Windows Server- oder SQL Server-Lizenzen beschränkt ist, sondern für alle Software-Produkte einschließlich Desktop-Anwendungen, Entwicklertools und Server-Anwendungen gilt. Für die Nutzung von Lizenzen im Rahmen des Flexible Hybrid Benefit gelten die gleichen Bedingungen wie für die Nutzung im unternehmenseigenen Rechenzentrum.

Lizenzierung von Serverumgebungen

Verfügt der Kunde über Windows Server-Lizenzen mit aktiver Software Assurance oder als Server Subscription, kann er diese im Rahmen des Flexible Virtualization Benefit zu einem autorisierten Outsourcer mitnehmen.

Die Nutzung unterliegt grundsätzlich den gleichen Bedingungen wie im eigenen Rechenzentrum des Kunden. Die Lizenzierung erfolgt auch hier nach dem Lizenzmodell pro Core / CAL mit der Möglichkeit der Lizenzierung nach einzelnen virtuellen Maschinen.

In diesem Fall müssen mindestens 8 Core-Lizenzen pro VM erworben werden, auch wenn die tatsächliche Anzahl der zugewiesenen virtuellen Cores geringer ist.

Lizenzierung von Serverumgebungen

Für die Zugriffe müssen Zugriffslizenzen (CALs) entweder pro User oder pro Gerät zugewiesen werden. Auch die CALs benötigen im Rahmen des Flexible Virtualization Benefit eine aktive Software Assurance oder müssen als Abonnementlizenzen erworben werden.

Analog zum Windows Server ist bei der Lizenzierung von SQL Server nach virtuellen Cores eine Mindestanzahl von 4 Core-Lizenzen pro VM zu berücksichtigen.

Lizenzierung von Serverumgebungen

Bereitstellung von Microsoft 365 Apps

In der Vergangenheit konnten Microsoft 365 Apps nur dann im Rechenzentrum eines Cloud-Anbieters bereitgestellt werden, wenn dieser über eine sogenannte QMTH-Autorisierung (Qualified Multi-Tenant Hoster) verfügte.

Mit der Einführung des Flexible Virtualization Benefit wurden die Möglichkeiten für Kunden erweitert, Microsoft 365 Apps sowie Windows 10/11 zu nutzen. Diese können nun auch außerhalb des eigenen Rechenzentrums auf gemeinsam genutzten Servern aller autorisierten Outsourcer bereitgestellt werden.

Fazit

Zusammenfassend lassen sich die folgenden Eckdaten zum Flexible Virtualization Benefit festhalten:

  • Jede Abonnementlizenz oder Lizenz mit Software Assurance kann in dedizierten oder gemeinsam genutzten Infrastrukturen eines autorisierten Outsourcers bereitgestellt werden.
  • Als autorisierter Outsourcer gilt jeder Hosting-Anbieter, der nicht Alibaba, Amazon, Google oder Microsoft ist.
  • Gilt für alle Software-Produkte, von Desktop- bis hin zu Server-Anwendungen.
  • Mehr Flexibilität gegenüber der Lizenzmobilität durch SA und dem Azure Hybrid Benefit.

Insgesamt hat Microsoft mit dem Flexible Virtualization Benefit eine sinnvolle Erweiterung der Nutzungsrechte seiner Produkte eingeführt, von der sowohl Endkunden als auch Hosting-Anbieter profitieren können.

Wenn Sie weitere Informationen zum Flexible Virtualization Benefit oder anderen Microsoft-Themen erhalten möchten, empfehlen wir Ihnen die Teilnahme an unserem regelmäßig stattfindenden Microsoft-Lizenz-Pro (MLP) Training.

Für eine lizenzrechtliche Beratung oder Fragen zu Lizenz- und Vertragsoptimierungen stehen Ihnen die Lizenzkönner gerne zur Verfügung.

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